Stand 16-05-2018

Kapitel 3

3.G Versorgungstechnik

Unter dem Begriff Versorgungstechnik sind mehrere Gewerke zusammengefasst, die hauptsächlich der Ver- und Entsorgung von Räumen, aber auch Prozessanlagen dienen. Anforderungen an eine GMP-gerechte Ausführung der haustechnischen Installationen findet man im EU-GMP-Leitfaden. Hier geht es vor allem um gute Reinigbarkeit und Zugänglichkeit. Außerdem sollen Installationen selbst keine Kontaminationsquelle darstellen.

Die Beheizung von Produktionsbereichen erfolgt über die Lüftung. In Nebenbereichen können Hygiene-Heizkörper verwendet werden.

Die Lüftungsanlage ist ein elementarer Bestandteil der Versorgungstechnik. Für die Aufrechterhaltung von Druckkaskaden ist die Dichtigkeit der Räume ein entscheidender Faktor.

Die Kältetechnik dient der Versorgung von Prozess- und Infrastrukturanlagen. Eine Kondensatbildung ist möglichst zu vermeiden.

Für die Sanitärinstallationen gilt Hygiene als oberstes Gebot, um eine mikrobielle Kontamination zu vermeiden. Besonderes Augenmerk gilt aber auch der Abwasserbehandlung und -entsorgung.

Die Elektro-, Mess- und Regeltechnik betrifft alle Gewerke der Versorgungstechnik. Schaltschränke sollten im Technikbereich platziert werden. Monitoringsysteme zur Überwachung qualitätsrelevanter Parameter unterliegen den Anforderungen an die Qualifizierung computergestützter Systeme.

Die Gebäudeautomation bildet den Überbegriff für die Gesamtheit aller Regel-, Steuer und Überwachungseinrichtungen in einem Gebäude.

Alle haustechnischen Systeme, die GMP-relevant sind, müssen gemäß den Vorgaben des Annex 15 qualifiziert werden. (Dr. Thomas Schreiner, Olaf Stoll)

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