Stand 10-08-2018

Kapitel 5 Pharmawasser

5.B Erzeugung von Pharmawasser

Bei der Erzeugung von Pharmawasser wird das Trinkwasser zunächst einer Vorbehandlung unterzogen, um Inhaltsstoffe, die bei der weiteren Aufbereitung unerwünscht sind, zu entfernen. Zu den Vorbehandlungsverfahren zählen die Filtration, die chemische Stabilisierung, die UV-Bestrahlung und die Enthärtung mittels Ionenaustausch. Welche Verfahren zum Einsatz kommen, richtet sich nach der Ausgangsqualität des Speisewassers, die durch eine Wasseranalyse bestimmt wird.

Zur Erzeugung von Gereinigtem Wasser werden unterschiedliche Verfahren in sogenannten Aufbereitungsanlagen kombiniert. Die Technologie der Umkehrosmose ist zur Herstellung von gereinigtem Wasser weit verbreitet und wird häufig durch eine Elektrodeionisation ergänzt.

Gereinigtes Wasser dient als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Hochgereinigtem Wasser (HPW) und Wasser für Injektionszwecke (WFI). Während HPW durch Membrantechnik erzeugt werden darf, war bisher für WFI die Destillation als alleinige Erzeugungsmethode vorgeschrieben. Seit April 2017 gilt die neue EP-Monographie für Wasser für Injektionszwecke. Damit ist nun die Herstellung von WFI mittels Membrantechnik auch in Europa erlaubt. Die Vorteile und möglichen Risiken einer kalten WFI-Erzeugung mittels Membrantechnik werden ausführlich diskutiert.

Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten verschiedener Technologien, wie Ionenaustausch, Umkehrosmose, Elektrodeionisation, Ultrafiltration und die verschiedenen Technologien bei der Destillation werden eingehend beschrieben und hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile bewertet (Dr. Herbert Bendlin, Fritz Röder).

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